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Klassiker

Peter L. Berger (geb. 1929)

Peter L. Berger wurde am 17. 3. 1929 in Wien geboren und emigrierte kurz nah dem Ende des 2. Weltkrieges in die Vereinigten Staaten, wo er Soziologie und Philosophie studierte. Nach zahlreichen Professuren an bekannten amerikanischen Universitäten war er seit 1981 Professor für Soziologie und Theologie an der Boston University und seit 1985 Direktor des Institute for the Study of Economic Culture. Peter L. Berger ist Ehrendoktor mehrerer Universitäten und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen (u.a. Manés-Sperber Preis, Ludwig Wittgenstein Preis, Paul Watzlawick Ehrenring, Dr. Leopold Lucas Preis …)

Unverzichtbar für die soziologische Lektüre sind vor allem seine “Einladung zur Soziologie” (1963 engl., 1977 dt.), sein gemeinsam mit Thomas Luckmann verfasstes Werk “Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit” (1966 engl., 1969 dt.) – eines der Schlüsselwerke des Sozialkonstruktivismus – und das mit Brigitte Berger und Hansfried Kellner veröffentlichte Buch “Das Unbehagen in der Modernität”.

Berger und Luckmann bemängeln in ihrem Werk, dass die klassische Wissenssoziologie zuvorderst Erkenntnistheorie, Geistes- und Ideengeschichte betrieben habe. Aus ihrer Sicht sollte der Untersuchungsgegenstand erweitert werden und insbesondere dem Alltagswissen mehr Raum gewährt werden. Wissen über das Verhalten in der Alltagswelt als auch das Wesen des Alltags sollte analysiert werden. Berger und Luckmann treten für die bewusste Einbeziehung der Dialektik zwischen dem Einzelnen (Identität) und der Gesellschaft (gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit) in die Soziologie ein.

Weitere Infos:

Peter L. Berger’s blog: http://blogs.the-american-interest.com/berger/

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Über bjh

Das Fachmagazin soziologie heute erscheint seit Oktober 2008 zweimonatlich, widmet sich aktuellen soziologischen Themen und bereitet diese allgemein verständlich auf. Als dzt. größtes soziologisches Fachmagazin im deutschsprachigen Raum ist es dem Herausgeber ein Anliegen, den Kontakt mit Nachbardisziplinen zu pflegen und Vernetzungen zu fördern. Näheres unter: www.soziologie-heute.at

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